Der Ausgangspunkt
Seit über 20 Jahren arbeite ich mit Menschen.
Angefangen habe ich in der Versicherungsbranche. Beratung, Kundenkontakt, den ganzen Tag Gespräche. Von außen klingt das weit weg von dem, was ich heute mache. Von innen war es dasselbe: hinhören, verstehen, worum es wirklich geht, und den nächsten sinnvollen Schritt finden statt der nächstbesten Antwort.
Was ich dort gelernt habe, war nie das Produkt. Es war der Umgang mit Menschen. Schnell zu erkennen, wo etwas tatsächlich hängt. Unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. Jemanden ernst zu nehmen, auch wenn seine Frage nach etwas anderem klingt, als sie gemeint ist.
Was mir dabei immer wieder begegnet ist: Menschen erzählen ziemlich schnell, worum es eigentlich geht. Oft mehr, als sie sich vorgenommen hatten. Lange habe ich das nicht weiter beachtet. Heute weiß ich, dass genau dort meine Arbeit anfängt. Es entsteht erstaunlich viel, wenn jemand nicht sofort eine Lösung vorsetzt, sondern zuhört, die richtige Frage stellt und einen anderen Blick auf die Situation möglich macht.
Gerade war mein Weg dabei nie. Ich habe nebenher immer wieder etwas Eigenes probiert, verworfen und neu angefangen. Was sich durch alles gezogen hat, waren nie die Branchen. Es waren die Menschen, die Gespräche, die unterschiedlichen Blickwinkel und die Frage, wo die Lösung liegt. Irgendwann habe ich aufgehört, so zu tun als ob, weil dieses Ausprobieren zu meiner Arbeitsweise gehört.
Parallel dazu bin ich früh Mama geworden und habe Beruf, Familie und finanzielle Verantwortung lange gleichzeitig getragen. Wenn etwas nicht funktioniert hat, war die Frage immer dieselbe: Was machen wir jetzt?
Mich interessiert der Moment, in dem aus Verstehen Bewegung wird.
Die wenigsten Menschen brauchen mehr Wissen oder eine fertige Antwort. Sie brauchen einen Rahmen, in dem sie erkennen, was gerade passiert, was davon in ihrer Hand liegt und was der nächste Schritt sein kann. Ob das ein Kind ist, eine Mama oder eine Kita-Leitung, ändert die Methode. Nicht die Sache.